Pierre

Bakushi Pierre Basel
 
Healing Shibari
Japanische Fesselungen
Kinky talks
Workshops

Pierre

Bereits 1982 bereiste ich Japan zum ersten Mal. Die Menschen, ihre traditionsreiche Kultur und die Landschaften haben mich damals fasziniert und sehr beeindruckt.

Von japanischen Traditionen begeistert, begab ich mich auf den Weg der Zazen Meditation und begann Kendo, den japanischen Schwertkampf zu praktizieren. Der jahrelange Austausch mit erfahrenen und namhaften Meistern führte mich regelmässig nach Japan. Anlässlich einer dieser Studienreisen wurde ich eines Abends unverhofft Zeuge einer Aufführung die mir bis heute noch sehr präsent ist.

In einem kleinen Theater, auf einer winzigen Bühne, wurde eine Frau in einem farbenprächtigen Kimono von einem älteren Herrn, sehr kunstvoll und mit grosser Hingabe in Hanfseile gefesselt. Die intensive, nonverbale Kommunikation, sowie die Verbindung, die durch die Seile zwischen den Beiden entstanden war, hatten mich emotional sehr bewegt und fasziniert. Jede einzelne ihrer Berührungen versuchte ich in mich aufzunehmen, obwohl mich die Situation – Zeuge solch eines intimen Austausches zu sein – beschämte. Auf Anhieb wurde mir bewusst, welche Kraft und Energie solch ein Fesselakt auslösen kann.

Shibari, Kinbaku oder auch japanese Bondage genannt, hat mich seit diesem Abend nie mehr losgelassen. Von da an habe ich mich intensiv mit der Geschichte dieser, eher im Versteckten praktizierten, Jahrhunderten alten Tradition befasst.

Als Gaijin – japanisch für Mensch von Ausserhalb – war es für mich eine besondere Herausforderung, während weiteren Reisen durch Japan, einige der bekanntesten Bakushi – Meister der Fesselkunst – aufzusuchen um ihre Techniken und Philosophien zu studieren, mich mit ihnen auszutauschen und die verschiedenen Stile zu verstehen. Dabei ist mir immer bewusster geworden, dass das Fesseln für mich zu einem meditativen, spirituellen Vorgang wird und das Gefesselt-werden, einen bewusstseinserweiternden, sogar heilenden Ansatz haben kann.

Über all die Jahre habe ich meine Fesseltechniken verfeinert und angepasst, dabei auch Selbsterfahrungen als Gefesselter mit einbezogen, um meine eigenen Abläufe und Shibari-Momente zu entwickeln.

Seit 2002 arbeite ich mit unterschiedlichen Therapeuten und Sexual- Coaches zusammen. Die japanische Fesselung (Shibari) hat sich in der Zusammenarbeit als die Körpererfahrung erwiesen, durch die seelische und emotionale Knoten gelöst werden können.

Daraus ist das Konzept von „Healing-Shibari“ entstanden – Das Fesseln als Therapie, Mentalstärkung und Körpererlebnis anzubieten.

Nebst meinen Einzelsitzungen werden Menschen in Workshops und Seminaren mit Hilfe von „Healing-Shibari“ darin unterstützt zu lernen sich fallen zu lassen und neue Wege des Vertrauens in sich und in ihr Umfeld zu entwickeln.